Kurz erklärt
Der Gesundheitsfonds ist eine zentrale Stelle, in die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und ein Bundeszuschuss fließen. Von dort wird das Geld an die Krankenkassen verteilt. Dabei wird unter anderem berücksichtigt, wie viele Versicherte eine Kasse hat und welche gesundheitlichen Risiken in ihrer Versichertenstruktur liegen.
Der Gesundheitsfonds ist ein zentraler Geldtopf der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). In ihn fließen die Beiträge der Versicherten und Arbeitgeber sowie ein Zuschuss des Bundes. Das Geld wird anschließend auf die gesetzlichen Krankenkassen verteilt. Der Gesundheitsfonds ist keine eigene Krankenkasse und versichert niemanden selbst.
Bei der Verteilung zählt nicht nur, wie viele Menschen bei einer Krankenkasse versichert sind. Ein Verfahren zum Risikostrukturausgleich berücksichtigt auch Merkmale der Versicherten und ihren unterschiedlichen Bedarf an medizinischer Versorgung. So sollen Kassen mit vielen älteren oder häufiger erkrankten Versicherten angemessener ausgestattet werden. Die genaue Berechnung folgt gesetzlichen Regeln.
Alltagsbeispiel: Eine Krankenkasse versichert viele Menschen mit einem höheren erwarteten Bedarf an medizinischer Versorgung. Bei der Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds wird diese Versichertenstruktur berücksichtigt. Reichen die zugewiesenen Mittel und sonstigen Einnahmen einer Kasse nicht aus, kann sie einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag erheben. Dessen Höhe legt die jeweilige Krankenkasse fest. Der Gesundheitsfonds bedeutet daher nicht, dass alle Kassen denselben Beitrag erheben oder dass jede versicherte Person einen persönlichen Anteil aus dem Fonds ausgezahlt bekommt.
Über diesen Beitrag
- Erstellt von
- Redaktion
- Veröffentlicht
- 28. September 2026
- Fachliche Prüfung
- Ronny Knorr, Versicherungsmakler und ISO-zertifizierter Sachverständiger, 15. Oktober 2026
- Quellenbasis
- Sozialgesetzbuch V (SGB V)
- Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
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